Geschichtliche Fakten

Im April 1633 nach dem Fall von Neuburg und Eichstätt (Willibaldsburg) standen die schwedischen Truppen vor Pappenheim. Nach der Einnahme der Stadt und der Vorburg und nach dem Einschlag einer schwedischen Granate ins Brunnenhaus der brennenden Hauptburg mußten die Verteidiger um Burghauptmann Finkh schließlich die Kapitulation akzeptieren.

Aus Respekt vor der Zähigkeit und Tapferkeit der Verteidiger aber gewährte man ihnen den Abzug mit allen militärischen Ehren. Dazu heißt es in einer zeitgenössischen Quelle:

"Die Pappenheimer verdienten lauter Helden zu Herren, darum will auch der Herr Feldmarschall Horn ihnen einen Akkord bewilligen, wie sie ihn sonsten keinem Feind gönnen."

Frühe Anischt der Burg Pappenheim
Frühe Anischt der Burg Pappenheim

Burg Pappenheim im Dreißigjährigen Krieg

1633 im 30-jahrigen Krieg wurden Burg und Stadt von schwedischen Regimentern erstmals erobert und zerstört.
1703 im Spanischen Erbfolgekrieg wurde Pappenheim noch einmal von französischen Truppen geplündert und die Burg nach Beschuss teilweise zerstört.

Nach mehreren kriegerischen Beschädigungen, vielfältigen Umbauten und Erweiterungen wurden unter Marschall Sebastian Gebäude an der Nordwestseite gebaut, so daß man es spätestens seit dieser Zeit mit jenem allseits umbauten Burghof zu tun hatte, den die beiden Zeichnungen aus dem Jahre 1664 erkennen lassen.

Nochmals erlangte die Burg während des Spanischen Erbfolgekrieges eine gewisse Bedeutung, als sie von französischen Truppen 2 Tage lang beschossen und schließlich eingenommen wurde.

Seither ist die Burg unbewohnt.

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