Gräfliche Familiengeschichte

Die Geschichte der Burg hängt natürlich eng mit der des Hauses Pappenheim und deren Familienpolitik zusammen.

Der Ursprung der Pappenheimer verliert sich im Dunkel der Geschichte, es handelt sich aber vermutlich von Anfang an um ein Reichsministerialengeschlecht. Ab dem 11. Jahrhundert ist es in Pappenheim belegt.

Schon im 13. Jahrhundert (unter den Erben Reichserbmarschalls Haupts II) verzweigte sich die Familie in mehrere Linien, die da waren:
Die Gräfentaler Linie, die Treuchtlinger-, Alesheimer- und die Allgäuer bzw. Landgräflich- Stühlinger Linie und natürlich die älteste und der Ursprung aller
dieser Linien: die Pappenheimer selbst.

Gemälde Burg Pappenheim
Gemälde Burg Pappenheim
Gemälde Burg Pappenheim

Geschichte der Burg

Burg Kalteneck, wie Burg Pappenheim fast über das gesamte Mittelalter genannt wurde, war im 13. Jahrhundert Schauplatz zahlreicher Auseinander-setzungen der Bayernherzöge und des Gegenkönigs Heinrich Raspe gegen die kaiserlichen Parteigänger. Das hatte etliche Neu- und Ausbauten zur Folge, die sich in mehreren Wellen bis ins 14. und 15. Jahrhundert hinzogen.

1633 im 30-jahrigen Krieg wurden Burg und Stadt von schwedischen Regimentern erstmals erobert und zerstört. 1703 im Spanischen Erbfolgekrieg wurde Pappenheim noch einmal von französischen Truppen geplündert und die Burg nach Beschuss teilweise zerstört.

Nochmals erlangte die Burg während des Spanischen Erbfolgekrieges eine gewisse Bedeutung, als sie von französischen Truppen 2 Tage lang beschossen und schließlich eingenommen wurde. Seither ist die Burg unbewohnt.

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