“Traditio Reginsindae”

In dieser Urkunde vom 12.November 802 vermachte Reginsind, Tochter eines edlen Franken namens Germunt, Witwe eines Grafen Berchtold aus dem Thurgau all ihr Gut in Pappenheim,Niederpappenheim, Schambach und Dietfurt an das Kloster St. Gallen. Diesen Besitz hatte Germunt, der um 750 oberhalb des früheren Königshofes lebte, königlicher Vergabe zu verdanken.

Zerstörter Turm der Burg Pappenheim

Burg Pappenheim - die Anfänge

Nach keltischer Besiedlung, Römerzeit und dem Sieg der fränkisch-römischen Truppen in der Schlacht auf den Katalaunischen Feldern bei Chalons 451 n. Chr. gegen die Hunnen unter Attila, drangen die Franken (Bedeutung: die Trotzigen, die Kühnen) ab 500 vom Rheinland her in den fränkischen Raum vor und verdrängten dabei die Alamanen.

Zur Sicherung ihrer Ansprüche errichteten sie Königshöfe. Ein solcher findet sich in Bieswang bei Pappenheim. In ihren Verwaltern, den sog. “Königsfreien” kann man eine Wurzel der späteren Ministerialen sehen.

Die Anfänge der heutigen Burganlage sind unbelegt und reichen in die graue Vorzeit zurück. In den frühesten Urkunden seit der Zeit Karls des Großen findet man den Namen Pappenheim häufiger.
Die Burg dürfte sich um einen niedrigen Bergfried herum entwickelt haben, ist aber erst ab dem Jahr 1028, anläßlich ihrer Zerstörung durch Herzog Ernst II. von Schwaben und König Konrad II. urkundlich erwähnt.

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